Wie man es macht

Aus Dem Leben Eines Taugenichts Inhaltsangabe Kapitel

Draußen aufgemacht, und ein alter langer Mann mit einer kleinen Laterne sah mich unter seinen dicken Augenbraunen grämlich an. Er faßte mich dann unter den Arm und half mir, wie, einem großen Herrn, aus dem Wagen heraus. Draußen vor der Hausthür stand eine alte, sehr häßliche Frau im schwarzen Kamisol und Rock, mit einer weißen Schürze und schwarzen Haube, von der ihr ein langer Schnipper bis an die Nase herunter hing. Sie hatte an der einen Hüfte einen großen Bund Schlüssel hängen und hielt in der andern einen altmodischen Armleuchter mit zwei brennenden Wachskerzen. Sobald sie mich erblickte, fing sie an tiefe Knixe zu machen und sprach und frug sehr viel durcheinander.

Der Müller scheint mit dem Verhalten seines Sohnes nicht zufrieden zu sein und beschimpft ihn als Taugenichts. Der Sohn wiederum ist auch nicht begeistert von der Arbeit in der Mühle und zieht in die Welt hinaus. Ohne Ziel und mit seiner Geige unter dem Arm wird er von zwei Damen in einer Kutsche mitgenommen. Die beiden vornehmen Damen scheinen, seine Musik zu mögen. Diera Begegnung soll das gesamte Leben und das Schicksal unseres Protagonisten entscheiden. Zunächst einmal erhält der Taugenichts eine Anstellung als Gärtner.

Da trank ich das Glas bis auf den Grund aus, und spielte dann wieder von Frischem, daß sich alles lustig um mich herumdrehte. “ rief diese aus, da sie mich auf einmal so in meinem Aufzuge im Freien sah. Das ärgerte mich, ich wollte auch nicht dahinter bleiben in der Galanterie, und machte einige artige Kapriolen, um sie zu erhaschen und zu küssen. Aber unglücklicher Weise verwickelte sich mir dabei der Schlafrock, der mir viel zu lang war, unter den Füßen, und ich fiel der Länge nach auf die Erde. Als ich mich wieder zusammen raffte, war die Kammerjungfer schon weit fort, und ich hörte sie noch von Ferne lachen, daß sie sich die Seiten halten mußte.

Läutete es zur Messe, daß die Klänge über dem Gewühle wunderbar in der klaren Luft durcheinander hallten. Ich war wie betrunken von Freude und von dem Rumor, und rannte in meiner Fröhlichkeit immer grade fort, bis ich zuletzt gar nicht mehr wußte, wo ich stand. Es war wie verzaubert, als wäre der stille Platz mit dem Brunnen, und der Garten, und das Haus bloß ein Traum gewesen, und beim hellen Tageslicht alles wieder von der Erde verschwunden.

Kapitel 7

Der Taugenichts wandert gelassen und singend die Landstraße entlang, als er von zwei vornehmen Damen namens Flora und Aurelie in einer Kutsche mitgenommen wird. Eine Novelle ist eine epische Erzählung, die kürzer als ein Roman, aber länger als eine Kurzgeschichte ist. In ihr kommt mindestens ein Wendepunkt vor, an dem sich die Handlung der Geschichte plötzlich und unerwartet ändert.

“ rief der Maler aus und trank dazu aus der Weinflasche, die er mir dann hinreichte. Ich that ihm höflich Bescheid, und grüßte in meinem Herzen die schöne Heimath in der Ferne noch viel tausendmal. Ich war innerlich so fröhlich und unruhig, daß ich noch lange im Zimmer auf und niederging.

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Auch sein Ausbrechen aus Konventionen und seine Naturverbundenheit machen ihn zu einer klassischen Figur der Romantik. Gegenübergestellt werden dem Taugenichts pflichtbewusste und in der Realität verankerte Charaktere wie der Portier. Damit wird der Konflikt einer ganzen Epoche thematisiert und »Aus dem Leben eines Taugenichts« steht wie kaum ein anderes Werk für die romantische Literatur. Der Taugenichts und seine seit langem Geliebte begegnen sich. Die junge Frau klärt ihn auf, dass Flora die Tochter der Gräfin sei und Leonhard ein reicher Graf. Sie selbst dagegen sei keine Adelige, sondern die Nichte des Portiers.

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Daraufhin berichtet der Maler, der ebenfalls aus Deutschland kommt, ihm, dass eine junge Frau den Taugenichts und die beiden Maler gesucht habe. Zudem zeigt er ihm ein Bild, auf dem Auriel abgebildet ist. Der Taugenichts ist überzeugt, Auriel suche nach ihm und verlässt hastig das Haus des Malers. Der Kutscher fährt zur Verwunderung des Taugenichts in einem erstaunlichen eiligen Tempo weiter Richtung Italien.

“ frug er, „ich seh’ sie nun nirgends mehr; das war das Kammermädchen von der deutschen Gräfin.“ „Still, still! “ erwiederte ich, „die Gräfin ist noch in Rom.“ „Nun desto besser,“ sagte der Maler, „so komm und trink’ mit uns auf ihre Gesundheit! “ und damit zog er mich, wie sehr ich mich auch sträubte, in den Garten zurück.

Der Taugenichts Als Romantische Programmnovelle

Eines Nachts verlassen Leonhard und Gudio an einer Poststation das erste Mal für längere Zeit die Kutsche. Der Taugenichts beobachtet, wie die beiden Maler von einem Mann beobachtet werden, doch er denkt sich nichts dabei. Am nächsten Morgen sind die Maler verschwunden, sie haben dem Taugenichts allerdings eine stattliche Summe Geld hinterlassen. Da der Kutscher zur Weiterfahrt drängt, macht sich der Taugenichts nun alleine auf die Reise nach Italien. Werden im Gedicht Mondnacht Hauptmotive der Romantik wie das Mystische, die Nacht und der Mond aufgegriffen oder es wird in Das zerbrochene Ringlein das Thema Liebe mit z.T.

Dann aber fing ich an, mit dem Papagey ein wenig zu diskuriren, denn es freute mich, wie er in seinem vergoldeten Gebauer mit allerlei Grimassen herauf und herunter stieg und sich dabei immer ungeschickt über die große Zehe trat. Doch ehe ich mich’s versah, schimpfte er mich „furfante! Wenn es gleich eine unvernünftige Bestie war, so ärgerte es mich doch.