Wie man es macht

Skandal In Kapitel Deutscher Kolonialherrschaft

Jean-Pierre Fabre, der bekannteste Oppositionskandidat, bekam 34,95 Prozent. Im Mai 2019 wurde mit einer Verfassungsänderung die Amtszeit des Präsidenten auf zweimal fünf Jahre beschränkt. Die Regelung gilt nicht rückwirkend, so dass Amtsinhaber Faure Gnassingbé 2020 und 2025 erneut kandidieren kann. Februar 2020 wurde er mit 72 % der Stimmen im Amt bestätigt. 1958 gewann Sylvanus Olympio, ein Ewe aus dem Süden, die ersten allgemeinen Wahlen.

skandal in togo: ein kapitel deutscher kolonialherrschaft

Geprägt wurde das Land fast 40 Jahre lang vom autokratisch regierenden Präsidenten Gnassingbé Eyadéma. Nach dessen Tod 2005 wurde sein Sohn Faure Gnassingbé unter Missachtung der Verfassung von der togoischen Armee zum neuen Präsidenten ernannt. Internationaler Druck und Unruhen im Lande führten nicht zur Rückkehr verfassungsgemäßer Zustände. Die folgenden Wahlen konnte Gnassingbé für sich entscheiden, wobei ihm die Opposition und auch die Europäische Union massiven Wahlbetrug vorwarfen. Nach wie vor befinden sich mehrere tausend Flüchtlinge im Ausland.

Archivkolonialismus Und Nationalismusdie Wurzeln Rassistischen Denkens

Etwa zwei Drittel der Erzeugnisse wurden nach Deutschland exportiert. Importiert wurden Textilien, Spirituosen, Holz und Holzwaren, Tabak, Zigarren, Materialwaren und Eisenwaren. Eine relativ große Bedeutung hatte Togo für die Nachrichten- und Verkehrsverbindung mit Deutschland sowie den anderen afrikanischen Kolonien. Eine telegrafische Verbindung mit Europa bestand bereits seit 1894. Eine 1914 eröffnete Großfunkstation in Kamina und ein direktes über Monrovia geführtes Seekabel waren wichtige Einrichtungen, um den Informationsfluss ins Ausland zu gewährleisten. Zudem bestand im Hinterland Lomés die Funkstation Togblekovhe, die vorwiegend dem Nachrichtenverkehr der Küstenschifffahrt diente.

Tatsächlich lassen Skandale beziehungsweise die um sie herum angeordneten Debatten immer auch Rückschlüsse über Normen des Alltäglichen zu, die dabei zur Disposition stehen. Die Historikerin Rebekka Habermas widmet sich in der Monographie „Skandal in Togo“ genau aus diesem Grund einem Kolonialskandal, weil sie etwas über koloniale Normalität und deren Mechanismen des Ent- und Verhüllens in Erfahrung bringen will. Dabei gehörten Kolonialskandale gewissermaßen selbst zur Normalität des deutschen Kolonialismus, da der von Habermas untersuchte „Atakpame-Skandal“ von Togo in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts im Deutschen Reich eben nur einer unter vielen Skandalen rund um Gewalttätigkeit, Despotismus und sexuelle Praktiken von Kolonialbeamten war. Konkret geht es beim „Atakpame-Skandal“ um ein ganzes Konglomerat von Anschuldigungen, Petitionen und Anklagen, die sich gegen den jungen Bezirksleiter von Atakpame, Georg (genannt „Geo“) Schmidt, richteten. Andreas Eckert lernt die Komplexitäten kolonialer Herrschaft kennen mit dieser mikrohistorisch angelegten Studie von Rebekka Habermas.

Anschließende Wahlen sollten seine Macht demokratisch legitimieren. Während die Wahlen im Jahr 2005 und 2010 von Unruhen begleitet wurden, verliefen die Wahlen 2015 weitgehend friedlich. April 2015 fielen laut der nationalen unabhängigen Wahlkommission CENI 58,75 Prozent der Stimmen auf den bisherigen Präsidenten.

Dieser ist mit Mittagstemperaturen von etwa 30 °C auch der kühlste Monat. Der Januar ist am trockensten, die Luftfeuchtigkeit beträgt dann etwa 22 %. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen dann bei etwa 35 °C, wobei im März zur Mittagszeit ca. Von den palmengesäumten Lagunen und Sandstränden der 56 km langen Küste erstreckt sich das Ouatchi-Plateau bis ins höhere Tafelland.

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Völkerrechtlich wurde der Übergang im Versailler Vertrag 1919 geregelt. In München-Waldtrudering gibt es – neben vielen weiteren Straßennamen mit Bezug auf die deutsche Kolonialzeit inner- und außerhalb Afrikas – eine Togostraße. 1916 wurde Togo zwischen Großbritannien (33.000 km²) und Frankreich (54.000 km²) aufgeteilt.

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Habermas‘ Analyse liefert erhellende Erkenntnisse über die Strukturen kolonialer Herrschaft zu Zeiten des Kaiserreichs. Sie macht aber auch deutlich, dass die Spuren des kolonialen Erbes bis in die Gegenwart reichen. So wirft der Skandal von Abu Ghraib ein Schlaglicht auf die nach wie vor vorhandenen Exzesse westlicher Gewalt in außereuropäischen Regionen. Das Staatsgebiet von Togo umfasst den östlichen Teil der von 1884 bis 1916 bestehenden deutschen Kolonie Togo. Von 1916 bis 1960 war Togo Mandatsgebiet des Völkerbunds bzw. Treuhandgebiet der Vereinten Nationen unter französischer Verwaltung.

Für sie gab das Land 2017 knapp 1,6 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 88 Millionen US-Dollar aus. Mai 2015 kam es in der Ortschaft Gléi, 160 km nördlich von Lomé, bei einer Kundgebung zu Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften. Angehörige der Armee schossen mit scharfer Munition auf die Demonstranten, dabei wurden mindestens 30 Menschen verletzt. Bei Demonstrationen in der Stadt Sansanné-Mango wurden durch Sicherheitskräfte im November 2015 sieben Menschen getötet und mindestens 117 weitere verletzt, darunter auch viele Kinder und schwangere Frauen. Personen in Polizeigewahrsam wurden nach Informationen von Amnesty International gefoltert und auf andere Weise misshandelt, um von ihnen „Geständnisse“ zu erpressen.

Bei schwereren Straftaten war der Bezirksamtsmann zuständig, in dessen Bezirk die strafbare Handlung erfolgte. Gegen Entscheidungen der Häuptlinge war eine Berufung an den Bezirksamtsmann und nicht an das Bezirksgericht möglich. Die Todesstrafe bedurfte der Genehmigung durch den Gouverneur. An der Spitze der Verwaltung der Kolonie stand der Landeshauptmann von Togo, dieser trug ab 1898 den Titel eines Gouverneurs. Im Jahre 1912 gliederte sich Togo verwaltungstechnisch in vier Bezirke sowie vier selbständige Stationen im Hinterland. Ökonomisch gesehen war der wirtschaftliche Wert der Kolonie Togo für das Deutsche Reich eher als gering anzusetzen und machte etwa 7,8 % des gesamten Kolonialhandels aus.

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking war die achte togoischer Sportler. Benjamin Boukpeti konnte hier mit einer Bronzemedaille im Kanuslalomfahren die erste olympische Medaille für Togo gewinnen. Togo ist hauptsächlich ein tropisches, regenabhängiges Agrarland. Fast zwei Drittel der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft tätig.

Zudem war die togolesische Bevölkerung stark differenziert, wobei afrobrasilianische Familien erheblichen Einfluss hatten. 1960 wurde Französisch-Togo zur unabhängigen Republik Togo. Die Regierung von Togo lud zur Unabhängigkeitsfeier auch den letzten deutschen Gouverneur Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg-Schwerin ein. Während der Binnenhandel fast ausschließlich in der Hand von Einheimischen lag, wurde der Außenhandel weitgehend von europäischen Handelshäusern betrieben. Die Hauptprodukte, die aus Togo exportiert wurden, waren Palmöl, Palmkerne, Mais, Kautschuk und Baumwolle. Zu den Nebenprodukten zählten Elfenbein, Kakao, Kaffee, Erdnüsse, Kopra, Kokosnüsse, Pfeffer, lebende Tiere und Häute.

Die Koalition Collectif Sauvons le Togo des Oppositionsführers Jean-Pierre Fabre kam auf 19 Sitze. Die Union des Forces du Changement um Gilchrist Olympio kann nur noch drei Abgeordnete stellen. Nach dem Tod des langjähirgen Diktators Gnassingbé Eyadéma wurde dessen Sohn Faure Gnassingbé 2005 durch das Militär zum Präsidenten bestimmt.